Lambrugo

Provinz: Como · Region: Lombardei · Einwohner: 2.469 · PLZ: 22045

1527 bemächtigte sich Gian Giacomo Medici, Bruder des späteren Papstes Pius IV. und Onkel mütterlicherseits des heiligen Karl Borromäus, der Burg von Lambrugo und verwüstete das Benediktinerinnenkloster der Klausurnonnen, dessen gesamtes Archiv er zur Vergeltung verbrannte: Darum weiß man von der ältesten Geschichte des Ortes so wenig. Ein halbes Jahrhundert später, 1574, kam der heilige Karl Borromäus selbst zur Visitation hierher und schlug eben jenen Nonnen vor, nach Mailand überzusiedeln. Die Nonnen sagten nein und blieben. Das Kloster, Mitte des elften Jahrhunderts von einem Zweig der Carcano gegründet, die auch die Burg errichtet hatten, hielt sich bis 1798, als die Cisalpinische Republik es aufhob und napoleonische Soldaten es plünderten.

Die Gebäude wurden stückweise an die Einheimischen verkauft, und im ehemaligen Konvent entstand eine der ersten Seidenspinnereien der Gegend: Das zerstörte Kloster gab dem Ort am Ende Arbeit. Der Name sagt derweil, wo der Ort liegt: vom keltischen Lamber, dem Lambro, und bruig, Dorf — das Dorf am Lambro, der das Gemeindegebiet tatsächlich durchquert, im Regionalpark seines eigenen Tals. Jahrhundertelang hing Lambrugo von der Propstei Lurago d'Erba ab und wurde erst 1902 eigenständige Pfarrei; 2025 sprach man wieder über eine Fusion der beiden Gemeinden, doch beim Referendum siegte das Nein. Im Zweiten Weltkrieg wirkte hier der Widerstand unter dem Partisanen Giancarlo Puecher Passavalli, Goldmedaille für militärische Tapferkeit.

🎉 Feste und Sagre in Lambrugo 1

Patronatsfest In 20 Tagen

Fest des heiligen Karl Borromäus

📅 Jedes Jahr am 4. November

Am 4. November feiert Lambrugo seinen Patron, den heiligen Karl Borromäus; seit 2011 veranstaltet der Ort jeden Juni das Lambrock Festival.

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