Castelverde führt im Wappen eine Burg, die es wahrscheinlich nie gegeben hat. Der Hauptort hieß Castagnino Secco, und jenes secco, trocken, spielt nicht auf die Dürre des Bodens an, denn die Gegend ist gut bewässert: Es wäre vielmehr eine Verballhornung des Namens von Bischof Sicardo, der 1191 die Familie Sommi mit dem Lehen belehnte. Die Gemeinde aber hieß bereits Castelverde, und zwei verschiedene Namen für die Gemeinde und für ihren Hauptort zu haben stiftete Verwirrung, verschärft dadurch, dass das Postamt, obwohl im Hauptort gelegen, den Namen Livrasco trug.
Der Gemeinderat beschloss daher, dem Hauptort den Namen der Gemeinde zu geben, und mit dem Dekret von 1957 verschwand Castagnino Secco aus jedem amtlichen Schriftstück; in der Mundart aber sagen die Älteren weiterhin Castegnìn. Das Gemeindegebiet entstand, indem viele Stücke zusammengefügt wurden: Die Karten des Königreichs Lombardo-Venetien von 1836 zeigen es in zehn Gemeinden geteilt. Davor war da das Wasser, denn die Gegend gehörte zu jenem Gewirr von Sümpfen und toten Flussarmen, das man den Gerundo-See nannte, und der Name des Ortsteils Costa Sant'Abramo soll von dessen altem Ufer stammen.
Luftlinie vom Ortskern. Tippe auf einen Punkt, um die Seite zu öffnen.
In der Nähe von Castelverde
Die nächstgelegenen von unserer Redaktion beschriebenen Ziele, mit Luftlinien-Entfernung.
Sehenswertes im Umkreis von 25 km
Außerhalb von Castelverde, aber als Ausflug gut erreichbar.
