Der Palazzo Cittanova in Cremona wurde 1265 außerhalb der antiken römischen Stadt auf Initiative von Uberto Pallavicino erbaut, Herr von Cremona, Vikar Kaiser Friedrichs II. und Anführer der ghibellinischen Partei.
Sehenswertes
Er bildete zusammen mit dem Palazzo Trecchi und der Kirche Sant'Agata den neuen Kern der mittelalterlichen Stadterweiterung, gewollt von der Partei der «popolari». Sie stand der Partei der «notabili» gegenüber, deren Mittelpunkt der ältere Platz der Kommune mit dem Rathaus war, das zum Vorbild für den Bau des neuen Gebäudes wurde.
Die Fassade zum Platz hat zwei Geschosse. Das untere ist ein Portikus auf Pfeilern mit gotischen Bögen, von einer hölzernen Kassettendecke überdeckt; das obere, aus Backstein und von pfeilförmigen Zinnen gekrönt, hat vier Dreiergruppenfenster, die einen einzigen großen Saal erhellen.
Der Besuch
Der Palast liegt in Cremona, an dem Platz, zu dem er sich öffnet. Nach einer Restaurierung Ende des 20. Jahrhunderts wird er für Kongresse und Veranstaltungen genutzt: Öffnungszeiten oder Zugangsregeln nennen die herangezogenen Quellen nicht, sie sind zu prüfen.
Tipp der Redaktion
Die Geschichte des Palastes folgt den Funktionswechseln der Stadt: Hier tagte der Rat der Città Nova; 1412 war er Sitz der Zunft der Barchenthändler, 1756 wurde er eine Kaserne und 1805 Sitz des Notariatsarchivs, mit Umbauten, die jeden Nutzungswechsel begleiteten.

