Pianengo

Provinz: Cremona · Region: Lombardei · Einwohner: 2.561 · PLZ: 26010

Der Name Pianengo endet auf -engo, und das allein sagt, dass die Siedlung langobardisch ist. Das Eigenste des Ortes liegt jedoch außerhalb der Häuser, am Serio: das Naturschutzgebiet Palata Menasciutto, das den Fluss zwischen Pianengo und Ricengo überspannt und den Auwald schützen soll, der um zwei tote Flussarme des Serio gewachsen ist. Eine «palata» war die Sperre aus Holzpfählen, mit der man den Fluss abriegelte, um Wasser zur Bewässerung abzuleiten; heute ist die Sperre aus Beton, und aus ihr tritt der Kanal Menasciutto aus, der dem Schutzgebiet den Namen gibt. Hier brüten Eisvogel und Grünspecht, hier rasten Enten und Reiher auf dem Zug, und hier wachsen seltene Arten wie das Behaarte Geißblatt und das Helm-Knabenkraut.

Im Schutzgebiet liegen auch zwei kleine Seen, die einst Gruben waren: der Laghetto dei Riflessi und der Laghetto della Rana Rossa, Kiesgruben, die sich mit Regen und Hochwasser gefüllt haben und zu Speichern der Artenvielfalt geworden sind. An dem schmalen Feldweg, der von Ricengo zum Schutzgebiet führt, steht die Kapelle der Toten des Serio, 1855 auf einer älteren wiedererrichtet, zum Gedenken an die Gefallenen der Schlacht vom 18. Oktober 1705 zwischen dem Heer des Prinzen Eugen von Savoyen und den Truppen des Marschalls von Vendôme. Der Ort hat sich unterdessen schnell verändert: Seit 1961 hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt, und 2008 wurde die alte Trasse der Cremasca-Straße durch den Ort abgestuft.

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