Garbagnate Monastero

Provinz: Lecco · Region: Lombardei · Einwohner: 2.430 · PLZ: 23846

Auf dem Hügel, einsam über den alten Feldern, steht die Kirche San Martino: ein einziges Schiff, ein kleiner Glockenturm, Mitte des zwölften Jahrhunderts, als sie das Zentrum der Humiliaten war, die zwischen Brongio und Gaesso arbeiteten. 1630, im Pestjahr, wurde sie zum Lazarett, und seither bewahrt sie ihre Toten: An der äußeren rechten Flanke, in einer hoch an der Wand sitzenden Nische, liegen die Gebeine der Pestkranken, die dort starben. Bei der Restaurierung von 1960 wurden auch jene zurückgelegt, die sich inzwischen in der Umgebung verstreut hatten. Die Kirche ist noch geweiht, und jedes Jahr am elften November, dem Martinstag, geht man dort zur Messe.

Der Name des Ortes kommt vom lateinischen garbus, «Grasfeld»; das «Monastero» ist weniger sicher. 1280 ist auf dem Gebiet ein Kloster bezeugt, das man in der Nähe des Oratoriums Santi Nazaro e Celso vermutet, doch aus vielen Urkunden geht hervor, dass Garbagnate lange ein Grundbesitz eines Mailänder Klosters war: Vielleicht erinnert der Name nicht an ein Kloster, das hier stand, sondern an einen Herrn, der anderswo saß. Das Oratorium, romanisch aus dem elften Jahrhundert, steht über einem langobardischen und barg das Grab eines Kriegers; bei der Restaurierung von 1891 kamen römische Felsengräber zutage und ein Barbarengrab des sechsten oder siebten Jahrhunderts mit einer Bronzefibel, zwei Eisenmessern und einer Münze. Heute ist es ein Nationaldenkmal.

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