Der Name kommt von einem Baum, der Zerreiche, einer Eiche, die wertvolles Holz liefert — man machte daraus Fässer, Radspeichen und Holzkohle — und die an den Ufern des Lambro reichlich wuchs, zusammen mit Hainbuchen, Birken, Pappeln und Ahornen. Im Gemeindewappen steht denn auch eine goldene Zerreiche auf grünem Feld. Das al Lambro kam 1862 hinzu, nach der Einigung Italiens, um den Ort nicht mit den anderen vier Cerro auf der Halbinsel zu verwechseln.
Mit dem benachbarten Riozzo hat sich das Verhältnis binnen siebzig Jahren umgekehrt: 1809 war es Cerro, das aufgelöst und Riozzo zugeschlagen wurde, während 1878 Riozzo aufgelöst und Cerro zugeschlagen wurde. In der kleinen Kirche San Rocco, die eben in Riozzo steht, wird eine Madonna mit Kind aus dem vierzehnten Jahrhundert bewahrt und ein Gemälde, das an die Prozession erinnert, die im Jahr 590 in Rom abgehalten wurde, um die Pest zu beenden — jene, bei der, so erzählt man, der Erzengel Michael erschien.