Pogliano Milanese

Provinz: Mailand · Region: Lombardei · Einwohner: 8.141 · PLZ: 20010

Bis 1927 hieß der Ort einfach Pogliano; der Zusatz Milanese kam hinzu, um ihn von den gleichnamigen Orten in den Provinzen Como und Turin zu unterscheiden. Der Name geht auf das lateinische Publi Agmina zurück, die Lager des Publius, nach den hier lagernden römischen Truppen; dort, wo heute der Friedhof liegt, kamen Funde aus jener Zeit zutage. Auf der Karte des Herzogtums Mailand in der Galerie der Landkarten der Vatikanischen Paläste erscheint das Dorf als Poiano.

Jahrhundertelang lebte Pogliano von der Landwirtschaft, auf lehmigem und eher trockenem Boden, den die Bewässerung und das Wasser des Villoresi-Kanals fruchtbar machten: Getreide, gepflegte Wiesen und vor allem Maulbeerbäume, denn die Seidenraupenzucht war hier weit verbreitet. Geblieben sind die Höfe und die Mühlen an der Olona, vom Mulino Litta bis zum Mulino Ragno, und die Erinnerung an die Seidenspinnerei im Ortskern, wo heute die Bibliothek steht: dorthin wurden die Kokons gebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg brach der Seidenmarkt zusammen, und der Ort füllte sich mit Fabriken.

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