Rescaldina

Provinz: Mailand · Region: Lombardei · Einwohner: 13.920 · PLZ: 20027

Für den Namen gibt es zwei Erklärungen. Volkstümlich leitet man ihn von riscalda, «es wärmt», ab, als sei es hier heißer als in den Nachbarorten; die Gelehrten bevorzugen eine frühmittelalterliche Zusammensetzung aus lateinisch robur, Eiche, und langobardisch scalta, Baumdickicht: also ein Eichenwald. Den Wald gab es wirklich, und wahrscheinlich legten Zisterziensermönche hier den ersten festen Gutshof an, die grangia, aus dem die beiden Dörfer Rescalda und Rescaldina wuchsen.

In Rescalda verweigerte man den Bewohnern eine eigene Pfarrei; sie brachten daraufhin eine Stiftung auf, um sich selbst einen Priester zu halten. Die Pfarrei kam 1608, und mit ihr das Recht, den Pfarrer selbst zu wählen, das bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil galt: Der letzte wurde 1959 gewählt, in einer der beiden letzten Pfarreien des Mailänder Bistums, die das noch taten. Das moderne Wappen stellt neben eine nie belegte Visconti-Burg einen Turm, aus dem ein Wolf steigt: die Flucht des Lupo da Limonta aus Tommaso Grossis Marco Visconti. Der Turm an der via Roma heißt bis heute Torre del Lupo.

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