Der Name Uboldo hat keine lateinische Wurzel: Er geht vielleicht auf den Personennamen Ugobaldo zurück oder auf Ud-bald, im germanischen Sprachraum «Besitz mit Festung», und weist so oder so in die Langobardenzeit. Die erste Erwähnung, als loco Ugoboldo, steht auf einer Steininschrift in der Mailänder Basilika Sant'Ambrogio und betrifft eine Landschenkung. Der Bozzente durchquert das Gemeindegebiet auf künstlichem Lauf: 1753 wurde er vom Ort weggeleitet, den er immer wieder überschwemmte, und seither fließt er dort, wohin man ihn setzte.
Ende des zwölften Jahrhunderts hatte Uboldo bereits eigene Konsuln, und mit ihnen stritten die Crivelli, die hier Herrschaftsrechte ausübten. Ihr goldenes Sieb steht bis heute im Gemeindewappen, neben dem Buchstaben U und einem gezinnten Turm: Einer spätantiken Legende nach geht der Name auf eine römische Vestalin zurück, die zum Beweis ihrer Unschuld Tiberwasser in einem Sieb trug, ohne einen Tropfen zu verlieren. Aus Uboldo stammte Ugo Crivelli, 1117 Konsul von Mailand, und von ihm stammte jener Uberto ab, der als Erzbischof von Mailand 1185 zum Papst Urban III. gewählt wurde. 1927 verschwand die Gemeinde, Saronno einverleibt, und 1950 kehrte sie zurück.
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