Vedano al Lambro

Provinz: Monza e Brianza · Region: Lombardei · Einwohner: 7.426 · PLZ: 20854

Die erste Nachricht vom Ort steht in einer Privaturkunde: Ansperto da Biassono, Erzbischof von Mailand, dem ein guter Teil davon gehörte, nennt ihn in seinem Testament. Bis 1862 hieß die Gemeinde schlicht Vedano; den Zusatz lieferte der Fluss, der nebenan vorbeizog. Lange hielt dieser Bezug nicht. 1928 trennte ein königliches Dekret jene Flächen von der Gemeinde ab, die innerhalb der Mauer des Königlichen Parks lagen, und schlug sie Monza zu, damit der Park einer einzigen Zuständigkeit unterstand: mit ihnen gingen das Gelände des Autodromo Nazionale und die Villen Mirabello und Mirabellino, und Vedano hatte mit dem Lambro nichts mehr zu teilen.

Das Wappen versammelt die früheren Herren: Burg und Adler in Silber stammen von den alten Vedani, der frucht- und laubbeladene Weinstock von den Gallarati Scotti, den Lehnsherren des Ortes, das Schachfeld in Gold und Blau von der Familie Vedano. Die Villa Litta Bolognini Modignani, neugotisch im Tudorstil nach einem Entwurf von Luigi Chierichetti, war der Wohnsitz der Herzogin Eugenia Attendolo Bolognini Litta; sie ist bis heute in Privatbesitz, und ihre Räume sind die Innenräume des Finzi-Contini-Hauses in Vittorio De Sicas Film. Die Wallfahrtskirche Madonna della Misericordia liegt so dicht an der Grenze, dass Lissone und Biassono lange um sie stritten.

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