Val Masino zählt 939 Einwohner in einem Seitental des Veltlins, an der Schweizer Grenze. Die Gemeinde ist jung und künstlich: Die Bündner schufen sie 1785, indem sie das Gebiet von Civo, Mello und Ardenno abtrennten. Die Fraktion Bagni di Masino ist für ihre Thermen bekannt, während San Martino, der höchstgelegene Ort, am Eingang des Val di Mello liegt — das seinen Namen jedoch von Mello hat, einer Gemeinde zwanzig Kilometer weiter westlich, die das Tal gar nicht berührt: Ihre Bewohner hatten dort Weiderecht.
Das Val di Mello besteht aus Wänden aus Ghiandone, einem kompakten hellen Granit, der von Gipfeln über dreitausend Metern bis unter tausend Meter zur Talsohle herabzieht. Seit 2009 ist es Naturschutzgebiet, das größte Schutzgebiet der Lombardei. Kletterer nennen es das kleine Yosemite: Auf seinen Blöcken sind über zweitausend Boulderprobleme eingerichtet, und der Sasso Remenno ist der größte Felsmonolith Europas. In der Höhe verläuft der Sentiero Roma, der die Talschlüsse der Seitentäler verbindet.
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Außerhalb von Val Masino, aber als Ausflug gut erreichbar.
