Cremenaga liegt am linken Ufer der Tresa, des Flusses, der den Luganersee mit dem Lago Maggiore verbindet, und ist auf der anderen Seite von einem Bergrücken abgeschlossen: seine natürliche Verbindung führt nach Norden, über eine Brücke mit Zollstelle nach Ponte Cremenaga, einem Ortsteil der Schweizer Gemeinde Tresa. Diese Geographie wurde einmal zur Rechtstatsache: während der spanischen Herrschaft über die Lombardei wurde der Ort von den iberischen Behörden schlicht vergessen und lebte faktisch in Symbiose mit der Schweiz, kirchlich der Schweizer Pfarrei Sessa unterstellt. Erst die Österreicher erinnerten ihn an seine Pflichten — und noch 1754 bekräftigte Cremenaga, sich als Schweizer Gebiet zu betrachten.
Das Wappen sagt dasselbe: ein goldenes C für den Namen, zwei blaue Wellenbalken auf Grün für den Fluss und ein goldener Turm. Auch hier hat sich der Verwaltungsumriss bewegt: der Ort hatte 1805 hunderteins Einwohner, 1809 wurde er Marchirolo angegliedert, und 1853 zählte er zweihundertacht. Der Berg, der ihn vom übrigen Italien trennt, heißt Monte Sette Termini, der Berg der sieben Grenzsteine.
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Außerhalb von Cremenaga, aber als Ausflug gut erreichbar.
