Taino

Provinz: Varese · Region: Lombardei · Einwohner: 3.762 · PLZ: 21020

Im Dorfpark mit Blick auf den Lago Maggiore steht ein Instrument, das die Sonnenwende misst. Giò Pomodoro schuf es 1991, und es heißt Der Ort der vier Himmelsrichtungen: weißer, grauer und rosa Granit, Wasser und Eisen, mit einem hohen Gnomon-Pfeiler in der Mitte. Am einundzwanzigsten Juni fallen mittags die Sonnenstrahlen durch einen im Pfeiler ausgesparten Spalt auf eine Kerbe, die in einen zweiten, am Boden liegenden Monolithen gehauen ist und die sonst im Schatten bleibt. Es funktioniert einmal im Jahr, und für wenige Minuten.

Dreitausendsiebenhundertzweiundsechzig Einwohner in der Provinz Varese, auf einer natürlichen Terrasse über dem See dort, wo er endet und zum Ticino wird; die Gemeinde grenzt nur an zwei andere, Sesto Calende und Angera. Der Name soll vom keltischen Ausdruck für guten Wein kommen oder vom römischen Geschlechternamen Taginus. Im Wappen stehen das Einhorn der Borromeo und ein Speierlingsbaum, wohl für die Serbelloni, die den Ort bis Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts hielten. Auf dem Kopfsteinpflaster liegt die Mauer von Taino: 180 Meter bei elf Prozent im Schnitt, mit Rampen bis sechzehn, die die einheimischen Radfahrer nach den flandrischen Mauern Tainenberg nennen.

🎉 Feste und Sagre in Taino 1

Was liegt in der Nähe

Luftlinie vom Ortskern. Tippe auf einen Punkt, um die Seite zu öffnen.