Venegono Inferiore

Provinz: Varese · Region: Lombardei · Einwohner: 6.238 · PLZ: 21040

Der Name von Venegono Inferiore ist ein Rätsel, das das Wappen verdoppelt, statt es zu lösen. Der silberne Wellenschrägbalken steht für die Herleitung des Ortsnamens aus den gallo-keltischen Wurzeln vin, «Wasser», und gon, «Berg», nach den zwei Wasserläufen des Gebiets; der Wahlspruch Venus pulchritudinis dea, «Venus, Göttin der Schönheit», bewahrt dagegen die Ableitung von den Spielen der Venus, die der Kanoniker Bonaventura Castiglioni zu Vene-gon zusammenzog. Dazu kommen im Schild drei goldene Kastanien — die rossina di Venegono, eine örtliche Sorte mit kleinen Früchten — und eine Burg, die an die mittelalterliche Festung erinnert, von der aus das Gebiet regiert wurde.

In die Geschichte tritt der Ort im Jahr 737 ein, unter den Unterschriften der Harta Iudicati, mit der Manecunda das Kloster im benachbarten Cairate gründete: Einer der Zeugen wird als aus Venegono stammend geführt. 1286 hatte er bereits eigene Konsuln. Die beiden Venegono wurden zweimal zu einer einzigen Gemeinde vereinigt und zweimal wieder getrennt: Die erste Vereinigung veranlasste Napoleon, die österreichische Restauration hob sie auf; die zweite dauerte von 1928 bis 1960 und zerbrach vor allem an der Parteipolitik, denn die Christdemokraten von Venegono Inferiore mochten nicht in einer sozialkommunistischen Gemeinde stehen. Heute haben hier das erzbischöfliche Priesterseminar von Mailand und der Flugplatz Arturo Ferrarin ihren Sitz, neben den Aermacchi-Werken, aus denen die MB-339 der Frecce Tricolori kommen.

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