⛪ Kirchen und Heiligtümer

chiesa del Sacro Cuore

📍 Canelli, Piemont · 40/100

Die Herz-Jesu-Kirche wurde 1935 geweiht. Der Plan war Mitte der zwanziger Jahre aus zwei handfesten Gegebenheiten entstanden: Im Haus der Josefiten von Canelli lebten viele Seminaristen, und an den Gottesdiensten in der kleinen Kapelle der Gemeinschaft nahmen inzwischen zu viele Gläubige teil. In Canelli nennt man sie Santa Chiara, weil die Gemeinschaft der Josefiten sie wollte, deren Mutterhaus in Asti im alten Kloster Santa Chiara lag.

Sehenswertes

Die Verantwortung für den Bau und für die Beschaffung des Geldes fiel auf informellem Weg Pater Simone Marsero von den Oblaten des heiligen Josef zu: Es existiert kein Schriftstück, das ihm den Auftrag je erteilt hätte. Er übergab den Entwurf dem Kanoniker Thea, Architekt der Diözese Acqui, der sich auf örtliche Handwerker stützte, von Maurern bis zu Stuckateuren, während die Ausführung an die Firma Torchio aus Tigliole d'Asti ging.

Der Besuch

Das Verfahren begann 1932, und am 10. Januar jenes Jahres wurde der Baubeginn der Bevölkerung öffentlich mitgeteilt; der Corriere di Canelli begleitete die Baustelle regelmäßig. In den Grundstein wurde eine Pergamenturkunde vom 5. November 1933 eingemauert, mit den Namen des Papstes, des Bischofs von Acqui, des Duce und der Paten der Kirche: Der Metallzylinder, der sie enthält, liegt am Fuß des linken Pfeilers, der die Kuppel über dem Presbyterium trägt.

Tipp der Redaktion

Die Einweihung wurde auf den 16. Juni 1935 gelegt, vor den örtlichen Behörden, und während der Feier verlas man das Telegramm, das Kardinal Eugenio Pacelli im Namen von Papst Pius XI. geschickt hatte. Pacelli wurde wenige Jahre später selbst Papst: Es ist die Art Detail, die eine Provinzkirche eher zum Dokument ihrer Zeit macht als zum Denkmal.

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