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⛪ Kirchen und Heiligtümer

chiesa di San Siro

📍 Nizza Monferrato, Piemont · 47/100

Die Kirche San Siro entstand 1311 auf Betreiben eines örtlichen Adligen, eines gewissen Antonio Pelletta, der die Stiftung mit einer Bedingung verband, die jahrhundertelang nachwirken sollte: Der Erzpriester musste immer ein Priester aus Nizza sein.

Sehenswertes

Diese Klausel und das Patronatsrecht führten zu ausgesprochen langen Streitigkeiten zwischen den Adelsfamilien der Gegend, der Stadtverwaltung und der bischöflichen Kurie, die bis vor die Sacra Rota gelangten. Unterdessen wuchs der Bau: von den sehr bescheidenen Anfängen bis zur entscheidenden Erweiterung zwischen 1790 und 1800, die ihm seine heutige Gestalt gab.

Der Besuch

Drei Schiffe, die seitlichen etwa halb so breit wie das mittlere, zwei Joche, ein weites rechteckiges Presbyterium und eine halbrunde Apsis, über der ein Aufsatz voller Öffnungen sitzt: Von dort kommt das Licht. Buntmarmorne Balustraden trennen die Schiffe; die Decken sind freskiert und mit Stuck, Rahmungen und Vergoldungen überzogen, die Wände in Marmorimitation bemalt. Wie in San Giovanni sind die Querarme zugunsten der Sakristei rechts und eines Nebenraums links fast aufgehoben. Zwischen 1939 und 1943 leitete Kanonikus Alessandro Thea die Ausschmückung, und an die Presbyteriumswände kamen zwei große Fresken: der Christkönig von Paolo Giovanni Crida und die Coena Domini von Pietro Dalle Ceste.

Tipp der Redaktion

Der Chor ist erst sichtbar, seit der alte, dunkle und wuchtige Marmoraltar abgebaut wurde: Betrachten Sie ihn vom Presbyterium aus. Draußen, an der Flanke, stehen Reste des Benediktinerinnenklosters, heute vom Krankenhaus einverleibt: eine Verwachsung, die für sich erklärt, wie dieser Teil von Nizza gewachsen ist.

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