In Barge stand schon um das Jahr Tausend eine Kirche, romanisch, und der Glockenturm entstand wohl zwischen dem elften und dem zwölften Jahrhundert durch piemontesische Bauleute. Im fünfzehnten Jahrhundert wurde der Turm erhöht und erhielt neue Glocken sowie eine Uhr, die zuvor der Kirche San Maurizio in Pinerolo gehört hatte.
Sehenswertes
Die Fassade besteht aus Sichtbackstein und ist in zwei von Lisenen gegliederte Register geteilt; über dem Portal birgt eine Nische die Statue Johannes des Täufers, gefertigt zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Innen liegt ein einziges Schiff mit sechs Seitenkapellen, und der Raum schließt mit dem zwei Stufen erhöhten Presbyterium und der halbrunden Apsis.
Der Besuch
Zwei Werke lohnen den Blick. Das Altarbild der Taufe Christi stammt von einem unbekannten Maler des achtzehnten Jahrhunderts; die Orgel wurde zwischen 1740 und 1744 gebaut und zwischen 1778 und 1779 vom königlichen Orgelbauer Giovanni Battista Concone restauriert. Von der mittelalterlichen Kirche blieb vor allem der Glockenturm, der zugleich der Grund ist, warum Barge schon im elften Jahrhundert ein Ort von Gewicht war.
Tipp der Redaktion
Diese Pfarrkirche gibt es, weil die vorige einstürzte. Am 16. Mai 1728 brach ein Teil der Kirche zusammen, und das Gutachten stellte fest, dass die Säulen ein solches Gewicht nicht tragen konnten; man beschloss den Neubau und übertrug den Entwurf dem Architekten Francesco Gallo aus Mondovì. Der Grundstein datiert vom 9. Juli 1730, die Kirche wurde 1740 für den Gottesdienst geöffnet, war aber erst 1760 wirklich fertig, und die Weihe erfolgte am 4. Oktober 1772.
