Zoom Torino ist ein zoologischer Garten nach dem Prinzip der Zoo-Immersion: keine Käfige zum Anschauen, sondern nachgebaute Lebensräume, die man durchquert. Er liegt in Cumiana und wurde 2009 dort eröffnet, wo zuvor ein Familienpark mit einigen Tieren namens Laghi Baite lag; der Entwurf stammt von Gianluigi Casetta, der das Gelände von seinem Vater übernommen hatte.
Sehenswertes
Gehalten werden vierundachtzig Arten, verteilt auf elf Lebensräume, die afrikanische und asiatische Umgebungen nachbilden. Der afrikanische Teil hat eine Savanne mit nachgebauten Baobabs und Kopjes und seit 2014 das Hippo Underwater, wo man die Flusspferde von unterhalb der Wasserlinie beobachtet. Der asiatische, der zweitgrößte, besitzt einen künstlichen See, den Tigertempel und das Amphitheater von Petra, in dem Falknereivorführungen stattfinden.
Der Besuch
Madagaskar ist eine Insel, umgeben von einem See mit Flamingos und Pelikanen und überragt von zwei künstlichen Baobabs, Heimat der Lemuren und der Aldabra-Riesenschildkröten. Dazu kommen die Pinguinbucht mit Brillenpinguinen, der Hof der Welten mit Haustieren, Erdmännchen und Präriehunden sowie der Baum des Lebens, das 2021 eröffnete Reptilienhaus. Die jüngste Anlage ist die Schmetterlingsoase, ein tropisches Gewächshaus von 300 Quadratmetern, 2024 eröffnet.
Tipp der Redaktion
Es lohnt sich zu wissen, wie die Tiere hierherkommen. Zoom arbeitet im EAZA-Verbund, also mit den europäischen Zoos, die Tiere für die Zuchtprogramme bedrohter Arten austauschen: Die Löwen kamen aus Schweden und Frankreich, die Giraffen aus der Schweiz und aus Tschechien, das weibliche Rote Panda aus Frankreich. Seit 2022 gibt es zudem eine gleichnamige Stiftung, die wissenschaftliche Forschung zur Tierwelt fördert.
