🌋 Natur und Aussichten

parco fluviale Gesso e Stura

📍 Centallo, Piemont · 34/100

Der Flusspark Gesso und Stura schützt 5.500 Hektar entlang dem Fluss Stura di Demonte und dem Bach Gesso: Fluss-, Ebenen- und Bergland, zusammengehalten als ökologischer Korridor zwischen den beiden Höhenlagen. Centallo gehört seit 2011 dazu, als ein Regionalgesetz den Park auf neun Gemeinden außer Cuneo ausdehnte, und das passt: Die Stura bildet die östliche Grenze des Gemeindegebiets von Centallo.

Sehenswertes

Die interessanteste Tiergruppe sind die Vögel mit 218 erfassten Arten. Zu den bemerkenswertesten zählen Bienenfresser, Silberreiher, Fischadler, Schlangenadler, Zwergtaucher, Wiedehopf und Flussregenpfeifer: eine Liste, die erklärt, warum wer einmal mit dem Fernglas herkommt, wiederkommt. An Säugetieren gibt es fünfundzwanzig Arten, und vierzehn davon sind Fledermäuse, von der Wimperfledermaus über die Zwergfledermaus bis zur Breitflügelfledermaus und zum Kleinabendsegler. Dazu kommen neun Amphibienarten, darunter Feuersalamander und Kammmolch, und mehrere Reptilien, von der Smaragdeidechse bis zu den Wassernattern.

Der Besuch

Der Park ist zum Durchqueren eingerichtet: Die Radwege umfassen Cuneo entlang den beiden Wasserläufen und reichen in die umliegenden Gemeinden, und die Verwaltung veranstaltet Naturwanderungen, Führungen in der Stadt und in den Mitgliedsgemeinden, Wechselausstellungen, Werkstätten, Kurse und Vorträge. Am meisten wird an der Vermittlung gearbeitet, vom Kindergarten bis zur Oberstufe, aber auch mit Erwachsenen und Familien, zu Themen vom Respekt vor der Natur über nachhaltige Entwicklung bis zum Klimawandel.

Tipp der Redaktion

Die Geschichte dieses Parks ist so viel wert wie der Park selbst. Er entstand nicht aus einem von oben verordneten Gesetz: Seit 1979 drängten Bürger und Vereine in Cuneo die Stadtverwaltung, die Flüsse wieder zu einem Ort zu machen, an den man geht, und es dauerte fast dreißig Jahre. 1986 erschien ein erster Naturpark im Bebauungsplan, 2007 richtete die Region den eigentlichen Park ein, und 2019 brachte ihn ein neues Gesetz auf vierzehn Gemeinden und änderte den Namen in Naturpark, auch wenn ihn alle weiterhin Flusspark nennen. Von Centallo aus erreicht man die Stura: der am wenigsten besuchte Abschnitt und deshalb der beste zum Vogelbeobachten.

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