Die Kirche steht auf dem Friedhof von Castelletto und ist der Jungfrau Maria von der Aufnahme geweiht, doch alle nennen sie Santa Maria d'Egro: Der Name kommt vom lateinischen ager, dem Land. Der heutige Bau entstand in barocker Zeit auf den Resten eines älteren: Die Arbeiten begannen 1614 und endeten 1636.
Sehenswertes
Der Grundriss ist rechteckig, dreischiffig, das Presbyterium erhöht und nach Osten gerichtet. Das älteste Fresko, kürzlich restauriert, zeigt die Rosenmadonna thronend mit dem Kind. Im Inneren haben sich Inschriften und Gravuren erhalten, die von der Ortsgeschichte erzählen: vor allem die Siegel auf den alten Gräbern der Bruderschaften des Suffragiums, des Allerheiligsten Sakraments und des Rosenkranzes sowie jene der Visconti und des Ursulinenklosters.
Der Besuch
Sant'Antonio Abate überholte sie an Bedeutung, als dort um 1578 das Taufbecken aufgestellt wurde; doch Santa Maria d'Egro behielt den Titel einer Mitpfarrkirche bis zur Mitte des achtzehnten Jahrhunderts. Sie liegt außerhalb der Ortschaft, hat die Zeiten des Friedhofs und ist in wenigen Minuten besichtigt.
Tipp der Redaktion
Während des Konflikts zwischen dem französisch-savoyischen Heer und den kaiserlich-spanischen Truppen Mailands diente das Gebäude als Lazarett. Es ist die Art Detail, die erklärt, warum eine Landkirche so groß ist: Hier zogen Heere durch, und ein überdachter dreischiffiger Raum taugte zu vielem außer zur Messe.
