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⛪ Kirchen und Heiligtümer

sacro monte di Arona

📍 Arona, Piemont · 51/100

Der Sacro Monte von Arona blieb unvollendet, und das ist seine Geschichte. Der Oblatenpater Marco Aurelio Grattarola dachte ihn sich unmittelbar nach der Seligsprechung Karl Borromäus' aus, auf der Anhöhe hinter der Stadt, wo der Heilige geboren war; der Architekt Francesco Maria Ricchino entwarf einen Triumphbogen am Fuß des Berges und drei Wege mit je fünf Kapellen zum tätigen Leben des Heiligen und weiteren, höher gelegenen, zum beschaulichen Leben. Gebaut wurden drei.

Sehenswertes

Heute besteht die Anlage aus der Wallfahrtskirche San Carlo, dem Koloss und jenen drei Kapellen, elegant in ihrem Klassizismus, aber ihres Schmucks längst beraubt. In der Kirche hängt über dem Hochaltar eine Leinwand von Giulio Cesare Procaccini; hinter dem Altar wurde die Kammer des Heiligen rekonstruiert, mit dem Mobiliar, das der napoleonischen Zerstörung der Rocca entging, und unter den Erinnerungsstücken liegen seine Totenmaske und seine Sänfte.

Der Besuch

Vom Vorplatz führt die Treppe zum Sockel des Kolosses; der Kirche gegenüber steht das Seminar San Carlo, schon 1640 fertiggestellt und heute eine Schule. Die Wallfahrtskirche wurde erst 1725 vollendet, mit dem Dach: mehr als ein Jahrhundert nach der Grundsteinlegung, die Federico Borromeo im Juli 1614 vor einer riesigen Menge feierte.

Tipp der Redaktion

Es lohnt zu wissen, warum es so endete: Der Initiator starb, dann kamen die große Pest und 1631 der Tod des Kardinals Borromeo. Als die Arbeiten 1692 wieder aufgenommen wurden, verkleinerte der päpstliche Architekt Carlo Fontana alles, und von der ursprünglichen Idee blieb vor allem die Statue.

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