Bosconero

Provinz: Turin · Region: Piemont · Einwohner: 3.056 · PLZ: 10080

Die ersten Urkunden stammen von 882 und nennen den Ort Roveredum, nach den Traubeneichen, die hier wuchsen. Da jene Wälder dunkles Holz hatten, wurde daraus schlicht Bosco-nigro, der schwarze Wald. Ab dem elften Jahrhundert rodeten die Bauern der Abtei Fruttuaria den Forst zu Feldern; doch der Orco trat so oft über die Ufer, dass der Ort im vierzehnten Jahrhundert ein paar Kilometer vom Fluss weg verlegt wurde.

Die beiden daraus entstandenen Weiler, Bosco Negro und Lotti, gehörten zu Rivarolo und wurden erst 1694 zu einer eigenen Gemeinde zusammengelegt. Hier wurde, wie im halben Canavese, Faserhanf angebaut: im Park von Gerbido sind noch die Gruben zu sehen, in denen man das Garn trocknete, im Dialekt canavere genannt.

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