🏰 Burgen und Schlösser

castello di Bardassano

📍 Gassino Torinese, Piemont · 49/100

Die Burg von Bardassano liegt im gleichnamigen Ortsteil von Gassino Torinese, achtzehn Kilometer von Turin entfernt. Errichtet wurde sie im elften Jahrhundert und ist hervorragend erhalten. Sie diente als Bollwerk Chieris gegen die Übergriffe Montferrats, und unter der Herrschaft der Republik Chieri wohl auch als Gefängnis.

Sehenswertes

Der Hauptkern ist ein mächtiger Ziegelbau mit runden Ecktürmen und dem bündig in die Kurtine gesetzten Bergfried; in einer späteren Phase kam ein turmloser Baukörper hinzu, der über den älteren Kern hinausragt, und genau das fällt beim Umrunden sofort auf. Die umfangreichsten Restaurierungen stammen aus dem siebzehnten Jahrhundert und verwandelten Teile der äußeren Befestigungen in Gartenterrassen: Von dort führt eine Marmortreppe zu einem Hof im Renaissancegeschmack.

Der Besuch

Im Erdgeschoss liegen Säle mit Holzvertäfelung und Malereien aus derselben Zeit wie die Terrassen. Eine jüngere Restaurierung betreute Carlo Nigra, einer jener Namen, die im zwanzigsten Jahrhundert das halbe befestigte Piemont wieder aufgerichtet haben. Die Burg liegt im Ortsteil und wird von außen betrachtet, außer bei besonderen Öffnungen.

Tipp der Redaktion

Ein Blick zur gegenüberliegenden Anhöhe macht die Logik des Ortes deutlich: Dort stand die Burg von Tortondenito, der Castellone, Ende des vierzehnten Jahrhunderts von den Montferratern unter Facino Cane zerstört. Es waren zwei Festungen einander gegenüber an einer umstrittenen Grenze. Die örtliche Überlieferung will, dass Bardassano schon zur Zeit von Barbarossas Belagerung Chieris bestand und der Kaiser dort nach der Zerstörung der Stadt im Jahr 1156 Aufenthalt nahm.

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