Den ersten Kern der Pfarrkirche von Volpiano gründete zu Beginn des 11. Jahrhunderts der heilige Wilhelm von Volpiano: derselbe, der auf dem Familienbesitz die Abtei Fruttuaria errichten ließ. Die Kirche erscheint in der Urkunde Heinrichs II. von 1014, und seit 1003 waren die Kirchen der Gegend an Fruttuaria übergegangen, was bedeutete, dass sie keinem Bischof unterstanden.
Sehenswertes
Was man heute sieht, ist eine Kirche des 19. Jahrhunderts: Die Arbeiten begannen 1857 und endeten 1880, die Weihe fand am 12. Oktober jenes Jahres statt. Die gestaffelte Fassade gliedern vier Lisenen mit Fialen; in der Mitte hat das abgeschrägte Portal eine spitzbogige, mit Mosaik geschmückte Lünette, darüber die Fensterrose und noch höher eine Nische mit der Madonna und dem Kind.
Der Besuch
Das Innere hat drei Schiffe und acht Joche; die beiden letzten bilden das Presbyterium, in zwei Stufen erhöht und von der Apsis geschlossen, deren Glasfenster die Heiligen Petrus und Paulus zeigen. Die Malerei stammt von Luigi Morgari und Enrico Reffo. Der Glockenturm ist in fünf Geschosse geteilt, im vierten mit je einem Biforium und in der Glockenstube mit einer Uhr, und endet in einer sechseckigen Spitze.
Tipp der Redaktion
Es lohnt, die Daten zusammenzuhalten: Eine Bulle Clemens' IV. von 1265 hält fest, dass die Kirche formal zum Bistum Ivrea gehörte, tatsächlich aber weiterhin von der Abtei abhing. Das Presbyterium wurde 1824 erweitert, und dreißig Jahre später entschied man, ganz von vorn zu beginnen.
