Pozzomaggiore

Provinz: Sassari · Region: Sardinien · Einwohner: 2.717 · PLZ: 07018

Das Gebiet ist vulkanisch und voller bearbeitetem Stein: allein hier stehen vierzig Nuraghen, weitere achtunddreißig bei Padria und siebzehn bei Mara, eine Dichte, die nie gründlich untersucht wurde. An der Grenze, über dem rio Mannu, hält noch die römische Ponte Oinu, gebaut, um die Hochebene von Campeda mit dem Dorf Gurulis Vetus, dem heutigen Padria, zu verbinden. Die Kirche San Giorgio Martire ist katalanische Spätgotik: oben an der Fassade ist der Heilige aus hellem Stein gehauen, der Drache unter seinen Füßen aus dunklem Trachyt, dem Gestein der Gegend.

Die andere große Kirche entstand aus einem Versprechen: die Heimkehrer des Ersten Weltkriegs legten ein Gelübde ab und bauten zwischen 1920 und 1923 die Kirche San Costantino, dem Kaiser geweiht, den man auf Sardinien als Heiligen verehrt. Dort wird die Ardia geritten, das Pferderennen der Feste im Juli und Ende August. Stellung zu beziehen hatte der Ort schon früher gewusst: 1795, als Giovanni Maria Angioy die Sarden gegen die Lehnsherren erhob, stellte sich Pozzomaggiore gegen die Barone; das Lehen selbst wurde den Amat di San Filippo erst 1839 abgekauft.

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