Fest des heiligen Johannes des Täufers
📅 Jedes Jahr am 24. Juni
Am 24. Juni feiert Buggerru, eine Gemeinde mit 1.108 Einwohnern in Sud Sardegna (Südsardinien), seinen Patron, den heiligen Johannes den Täufer.
Buggerru entstand 1864 mit den Gruben, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte es fünfmal so viele Einwohner wie heute. Damals nannte man es petit Paris: die Direktoren der Société des mines de Malfidano aus Paris, die hier ihren sardischen Betriebssitz hatte, waren mit ihren Familien zugezogen und hatten sich eine eigene Welt eingerichtet. Achille Georgiades, ein Grieche aus Konstantinopel, kam 1903, um die Gruben zu leiten; der Franzose Georges Perrier führte ein Kino; es gab ein Theater und einen Klub für die Elite der Gesellschaft. Darunter arbeiteten die Bergleute unterbezahlt, in mörderischen Schichten und mit häufigen tödlichen Unfällen, und waren in der Federazione dei minatori organisiert.
Als Georgiades 1904 die Bedingungen verschärfte, verweigerten die Bergleute die Arbeit und trugen ihre Forderungen der französischen Gesellschaft vor. Die Antwort war der Ruf nach dem Militär, das auf die Arbeiter feuerte: drei Tote und viele Verletzte. Jener Sonntag, der 4. September 1904, ist als eccidio di Buggerru in Erinnerung, und seinetwegen wurde der erste Generalstreik der italienischen Geschichte ausgerufen. Eine eigene Gemeinde wurde Buggerru erst 1960, als es sich von Fluminimaggiore löste. Heute blickt der Ort vom Ausgang des Malfidano-Tals aufs Meer, die Häuser fächerförmig angeordnet; ringsum liegen die Bergarbeitersiedlungen in Trümmern, der Henry-Stollen und Steilwände, die über Pranu Sartu 122 Meter erreichen.
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Am 24. Juni feiert Buggerru, eine Gemeinde mit 1.108 Einwohnern in Sud Sardegna (Südsardinien), seinen Patron, den heiligen Johannes den Täufer.
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