Auf einem Hügel am Rand von Bozen, über der Etsch, steht eine Burg, die um 945 erstmals genannt wird. Sie ging 1027 an den Fürstbischof von Trient, dann an Ministerialen, die nach ihr den Namen Firmian trugen, und fiel 1473 an Herzog Sigmund von Tirol, der sie zur Festung erweiterte und ihr seinen eigenen Namen gab: Sigmundskron.
Sehenswertes
Von der älteren Burg blieben wenige Spuren am höchsten Punkt, den die zwei Bischöfen geweihte Kapelle einnimmt, die älter als die Mauern zu sein scheint und später von ihnen umschlossen wurde. Der Rest sind Ringmauern, Türme und Wehrgänge, die ab dem siebzehnten Jahrhundert verfielen, weil ihr Unterhalt zu teuer war, und die man instand gesetzt hat, ohne die Risse zu verstecken.
Heute beherbergt die Anlage den Hauptsitz der Bergmuseen Reinhold Messners: Der Weg steigt und fällt zwischen den Mauern, mit Sälen in den Türmen und Stahltreppen an den Stein gelegt, und erzählt vom Verhältnis zwischen Menschen und Bergen, von Religionen bis zu Expeditionen. Von den Terrassen sieht man den Talkessel von Bozen und die Weinberge.
Der Besuch
Die Burg liegt südwestlich der Stadt, erreichbar mit Bus oder Auto und dann einem Fußweg bergauf von etwa zehn Minuten; Eintritt mit der Museumskarte, den Ruhetag sollte man prüfen, und nicht der ganze Rundgang ist bequem. Zwei Stunden.
Tipp der Redaktion
Bei den Restaurierungen kam unter der Burg ein neolithisches Grab zutage, mit dem Skelett einer Frau, zwischen sechs- und siebentausend Jahre alt: Hier wohnte jemand vier Jahrtausende, bevor der erste Stein gesetzt wurde. Betrachten Sie den Hügel von weitem, dann verstehen Sie warum: Es ist die einzige Erhebung, die den Fluss beherrscht.
