Beim Namen haben die Sprachwissenschaftler die eine Vorstellung und die Gemeinde eine andere. Zwei Annahmen halten stand: ein germanischer Personenname, Gaidari oder Vaiarin, oder das venetische gaiàra, der Ort, an dem es viele Elstern gibt, denn hier heißt die Elster gaja. Die beiden Erklärungen, die zu verwerfen sind, lauten Kieshaufen und Niederwald — und genau von ihnen lässt sich das Gemeindewappen anregen. Die erste Erwähnung des Orts stammt von 1295, als territorio de Gajarinis. Die Pfarrkirche, 1443 geweiht und nach dem Wiederaufbau 1559 erneut, ist dem heiligen Thomas von Canterbury geweiht.
Auf kleinem Gebiet hat das Regionalinstitut für venetische Villen deren acht verzeichnet. Villa Cappellari della Colomba war das Haus jener Familie, die der Kirche Papst Gregor XVI. gab, und er wohnte dort, bevor er den Stuhl bestieg. Villa Altan Sandre in Campomolino stammt aus dem sechzehnten Jahrhundert und beherbergt heute die Gemeindebibliothek: dort findet jedes Frühjahr eine Kamelienschau statt, zu Ehren des Abtes Lorenzo Berlese, der in Campomolino geboren wurde und als Vater der Kameliografie gilt.
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