🌋 Natur und Aussichten

Parco naturale del Mont Avic

📍 Issogne, Aostatal · 55/100

Dieser Park schützt den größten Spirkenwald des Aostatals: fast tausend Hektar eines Baumes, der anderswo an der Waldgrenze kaum mehr als ein Strauch ist und hier einen richtigen Wald bildet. Der Grund liegt unter den Füßen, in den grünen Gesteinen, aus denen das ganze Tal besteht.

Sehenswertes

Es sind Ophiolithe, alte Meeresböden, gehoben von jenem Zusammenstoß, der die Alpen baute: Sie geben arme, metallreiche Böden, auf denen sehr wenige Pflanzen aushalten und die Spirke dagegen gedeiht. Dieselben Gesteine erklären das andere, dem man auf den Wegen begegnet, nämlich die Reste der Bergwerke, die hier jahrhundertelang arbeiteten.

Der Park entstand 1989 als erster Regionalpark des Tals nach dem Gran Paradiso und erstreckt sich über fünftausend Hektar zwischen dem Tal von Champdepraz und dem von Champorcher, fernab der großen Touristenrouten der Region. Es gibt Hochseen, darunter den größten natürlichen See des Tals, und Gipfel, die dreitausend Meter knapp überschreiten.

Der Besuch

Man tritt von den Dörfern im Talgrund ein, vor allem von Champdepraz; der Zugang ist frei und ohne Zeiten, doch in der Höhe bleibt der Schnee bis in den Hochsommer, und Wanderungen wollen vorbereitet sein. Ein ganzer Tag für die klassische Überschreitung.

Tipp der Redaktion

Streben Sie nicht um jeden Preis einen Gipfel an: Gehen Sie in den Kiefernwald und wandern Sie ein paar Stunden darin. Einen Spirkenwald zu durchqueren ist etwas, das man in Italien an sehr wenigen Orten kann, und es sind niedrige, verdrehte Bäume, die überaus langsam wachsen. Manche, an denen Sie vorbeikommen, sind um etliche Generationen älter als der Park.

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