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⛪ Kirchen und Heiligtümer

Prevostura di Saint-Gilles

📍 Verrès, Aostatal · 43/100

Jahrhundertelang war dies eher ein Machtzentrum als ein Kloster: Von hier verwalteten die Chorherren von Saint-Gilles Pfarreien im ganzen Aostatal und bis ins Piemont, und 1113 übertrug ihnen der Bischof von Aosta auch das Hospiz auf dem Kleinen Sankt Bernhard, das sie bis 1466 behielten.

Sehenswertes

Die dem heiligen Ägidius geweihte Anlage vereint Bauten des 11. bis 18. Jahrhunderts oberhalb des Orts, an der alten Straße von Challand mit ihrem Pflaster. Von der kleinen Terrasse am Fuß der Treppe blickt man hinauf: eine Säule aus ortsfremdem Stein aus dem 19. Jahrhundert, das große Dreibogenfenster, ein Meisterwerk der valdostanischen Gotik, und ein Kranz von Kragsteinen auf halber Höhe des Glockenturms. Das Portal ist auch in der Fügung der Blöcke ungewöhnlich, mit skulptierten Säulen und gedrehten Motiven, die einander über den grünlichen Stein jagen. Die Challant-Kapelle ließ Ibleto errichten, der dort nach seinem Testament von 1405 bestattet liegt; Glockenturm und Nachbargebäude erneuerte 1512 Propst Carlo di Challant, derselbe, der La Murasse bauen ließ.

Der Besuch

Die Gründung geht auf etwa 985 zurück, als die Markgrafen von Monferrato sie den Benediktinern von Fruttuaria anvertrauten; im 12. Jahrhundert folgten die Augustiner-Chorherren. Der Zugriff der Challant wurde offenkundig, als Renato 1544 seinen unehelichen Sohn Francesco als Propst einsetzte: Diese Familienherrschaft hielt bis 1648.

Tipp der Redaktion

Man geht vom Ort zu Fuß hinauf, ein kurzer Anstieg, der schon des Pflasters wegen lohnt. Das Dreibogenfenster von unten betrachten, bevor man die Treppe nimmt: Von dort wurde es gedacht.

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