🏰 Burgen und Schlösser

castello di Châtelard

📍 La Salle, Aostatal · 56/100

Erbauen ließ sie ein Bischof: Rodolphe Grossi, zugleich Ratgeber Peters II. von Savoyen, errichtete sie zwischen 1230 und 1245 auf einem Felskopf über La Salle. Die Aufgabe war klar: die vom Kleinen Sankt Bernhard herabführende Straße zu überwachen und Ankömmlingen den Weg zu versperren.

Sehenswertes

Heute ist sie Ruine und beherrscht von der Örtlichkeit Château noch immer den Ort und die ganze Valdigne. Die erste Erwähnung steht in der Lehnshuldigung von 1248, wo sie als Turm mit angrenzenden Gebäuden beschrieben wird: Die Formel trifft genau, was sie war, ein Wachposten mit dem Nötigsten zum Wohnen. Nördlich der Anlage entstand 1269 die Burgkapelle; 1824 wurde sie in einen Raum umgewandelt.

Der Besuch

Die Burg ist Privatbesitz und nicht zu besichtigen: Man betrachtet sie von unten, und das ist richtig so, denn erst vom Talboden aus versteht man die Wahl dieses Felskopfes. Lange gehörte sie den Grossi, die von ihr den Namen Grossi du Châtelard annahmen.

Tipp der Redaktion

Nicht hinaufklettern: Aus der Nähe gibt es nichts zu sehen, und der Bau ist einsturzgefährdet. Besser nach ihrem Umriss Ausschau halten, wenn man Richtung Morgex hinauffährt und das Nachmittagslicht den Felsen vom Talhintergrund löst.

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