🏺 Archäologische Stätten

insediamento protostorico di Lignan

📍 Nus, Aostatal · 40/100

Die Forscher der benachbarten Sternwarte haben Kurioses gemessen: Der Eingang der unteren Wallburg zeigt genau auf den Punkt, an dem zur Sommersonnenwende die Sonne aufgeht. Absicht muss das nicht sein, doch der Platz ist kaum ausgegraben, und die offenen Fragen sind zahlreicher als die Antworten.

Sehenswertes

Es sind zwei Wallburgen auf zwei Felsvorsprüngen über dem Tal von Saint-Barthélemy: Im Mittelalter hieß der Ort Lignyan inter duo castellaria, Lignan zwischen den beiden Burgen. Die obere, auf 1.575 Metern, bewahrt Spuren bronzezeitlicher Hütten, im Kreis um einen Felsblock angeordnet, und unweit davon einen Stein mit der Ritzung einer betenden Figur. Die untere, auf 1.546 Metern, hat eine elliptische Trockenmauer und Gebäude, die strahlenförmig um einen quadratischen Bau liegen, den man für einen Kult- oder Versammlungsort hält.

Der Besuch

Der Weg beginnt an der Regionalstraße 36 zwischen dem Ort Nus und Lignan; auf dem unteren Vorsprung steht eine Informationstafel. Die beiden Siedlungen wurden 1969 von Rosanna Mollo und Franco Mezzena erfasst und waren etwa zwischen 1200 und 900 v. Chr. bewohnt, als sich im ganzen Alpenraum die Siedlungen von den Talböden in höhere, besser zu verteidigende Lagen verschoben.

Tipp der Redaktion

Man erwarte keine mächtigen Mauern: Es sind Spuren, die man suchen muss. Den Aufstieg verbindet man am besten mit der Sternwarte von Lignan gleich nebenan, die besser als jede Tafel erklärt, warum der Himmel hier oben so zählt.

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