Die Legende erzählt von Hirten, die hier oben eine Madonnenstatue fanden und sie hinunter nach Lignan trugen: Die Statue kehrte von selbst an ihren Platz zurück, und so beschloss man den Bau eines Heiligtums. Das erste wurde am 26. Juli 1659 geweiht, der heutige Bau am 25. August 1869.
Sehenswertes
Das auch Notre-Dame-des-Neiges genannte Heiligtum liegt auf 2.656 Metern am Fuß der Becca du Merlo, in der Combe de Cunéy oberhalb des Dorfes Lignan. Daneben steht die Schutzhütte Oratorio di Cunéy. Es ist ein schlichter Bau, wie es Bauten in dieser Höhe sind, und entscheidend ist der Ort: zuhinterst im Tal von Saint-Barthélemy, ringsum die Stille des Hochgebirges.
Der Besuch
Hinauf kommt man nur zu Fuß, und der Aufstieg ist lang: Man plane einen ganzen Tag ein, mit passendem Schuhwerk. Die Wallfahrt findet jedes Jahr am 5. August statt, zum Fest Maria Schnee.
Tipp der Redaktion
Wer aufsteigt, sollte stabiles Wetter abwarten und früh losgehen: In dieser Höhe schlägt der Nachmittag rasch um. Die Hütte nebenan erlaubt es, den Tag zu teilen, statt eilig abzusteigen.
