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Ponte romano di Saint-Vincent

📍 Saint-Vincent, Aostatal · 52/100

Am 8. Juni 1839 brach der Felssporn weg, auf dem das rechte Widerlager ruhte, vielleicht durch ein Erdbeben, und riss den Mittelbogen mit sich. Bis zu jenem Tag hatte die römische Brücke über den Cillian ohne Unterbrechung gedient: eines der bemerkenswertesten Ingenieurwerke an der Via delle Gallie, das die Schlucht des Wildbachs mit einem einzigen Rundbogen überspannte.

Sehenswertes

Geblieben sind der Ansatz des Bogens, das östliche Widerlager und ein blinder Bogen, genug, um die Konstruktion zu lesen. Die Brücke war über 49 Meter lang und trug eine Fahrbahn von 4,64 Metern Breite, durch hohe Brüstungen vor dem Wind geschützt und von kleinen rechteckigen Fenstern erhellt; der Hauptbogen hatte eine Spannweite von 9,71 Metern, seine Widerlager standen direkt auf dem Fels der Schlucht. Seitlich verbanden zwei symmetrische, stumpfwinklig gesetzte Abschnitte die Brücke mit der Straße, mit blinden Bögen in Ziegeldeckung und talseitigen Strebepfeilern. Im Mauerwerk wechseln Steinplatten und überwiegend grüne Steinsplitter.

Der Besuch

Der zweite Einsturz folgte 1907, als der Westbogen durch eindringendes Wasser nachgab; 1939 sicherte eine umfassende Restaurierung den Rest. Erreichbar ist die Brücke vom Zentrum von Saint-Vincent, unweit der Pfarrkirche.

Tipp der Redaktion

Es ist eine Ruine, keine Brücke: Wer hinübergehen möchte, wird enttäuscht. Der Umweg lohnt trotzdem, um zu begreifen, welche Arbeit nötig war, um eine Konsularstraße durch eine solche Schlucht zu führen.

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