Oben auf der Säule sitzt ein Bronzeadler mit gebrochenem Flügel. Es ist das Gefallenendenkmal von Montemilone, und es ist der Grund, warum es diesen Park gibt: 1925 auf der Piazza Municipio eingeweiht, wurde das Denkmal erst später in die Villa dei Caduti versetzt, jene Grünanlage, die im Ort Parco della Rimembranza heißt. Es kommt nach einer langen Reihe öffentlicher Bauten — seit der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts hatte die Gemeinde Straßen, die Mutterkirche, den Friedhof, den Uhrturm, das Telegrafen- und Postamt und den Kindergarten finanziert — und es ist das Einzige auf dieser Liste, das zu nichts dient außer zum Erinnern.
Sehenswertes
Das Denkmal ist eine vierseitige Säule auf einem verzierten Sockel, an den Ecken von vier kleinen Säulen eingefasst. Über die Seiten läuft die Inschrift, und es ist kein beliebiger Text: Diktiert hat sie Giustino Fortunato, der lukanische Historiker und Vordenker der Südfrage, der sein Leben lang über die Lage der Bauern des Südens geschrieben hat.
Der Adler darüber hat einen gebrochenen Flügel. An einem Denkmal, das sieben Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs eingeweiht wurde, in einem Ort, der in denselben Jahren seine Männer nach Amerika ziehen sah, fällt dieses Detail auf: Es ist nicht der triumphierende Adler, den man erwartet.
Der Besuch
Es ist ein offener öffentlicher Raum, ohne Eintritt und ohne Öffnungszeiten, wenige Minuten genügen. Gehen Sie einmal ganz um das Denkmal herum, statt an der Seite stehen zu bleiben, von der Sie gekommen sind: Die vier Seiten sagen nicht dasselbe, und die Inschrift liest sich nur, wenn man die Runde schließt.
Tipp der Redaktion
Suchen Sie danach die Piazza Municipio, den Ort, an dem das Denkmal zuerst stand. Vor dem alten Rathaus erhebt sich der Uhrturm, ein Werk des Ingenieurs Pomodoro aus Molfetta, eingeweiht am 14. März 1882 und fünfunddreißig Meter hoch: Er ist der sichtbarste Punkt des Ortes, und genau dort sollte 1925 der Adler stehen.
