🖼️ Museen

Museo della civiltà rurale di Vaglio Basilicata

📍 Vaglio Basilicata, Basilikata · 30/100

Das Museo della civiltà rurale geht weder auf ein Vermächtnis noch auf eine Ausgrabung zurück: Die Gegenstände und Fotografien, die es bewahrt, hat der ACLI-Verein von Vaglio Basilicata im Ort selbst zusammengetragen, und gemeinsam erzählen sie die Geschichte der Gemeinde anhand der Dinge, die sie benutzt hat. Eingerichtet wurde es in der Nähe eines der beiden Tore, durch die man in die alte Siedlung gelangte, genau dort, wo der alte Kern endet und jenes Land beginnt, von dem das Museum spricht.

Sehenswertes

Das Material stammt von einer bäuerlichen Gemeinschaft im lukanischen Apennin: Alltagsgegenstände und Bilder, in den Häusern des Ortes aufgespürt und nicht anderswo gekauft. Gewicht bekommt die Sammlung durch ihren Zusammenhang. 1881 hatte Vaglio mehr als doppelt so viele Einwohner wie heute; 1931 war die Zahl bereits stark gesunken, auch wegen der Auswanderung nach Amerika, und 1971 hörte der Rückgang noch immer nicht auf. Die Fotografien an der Wand sind die Gesichter des vollen Dorfes, die Gegenstände das, was die Fortgezogenen zurückließen.

Achten Sie auch darauf, wo Sie stehen. Der lateinische Name von Vaglio, Balium, verweist auf eine kleine Befestigung aus Mauern, Türmen und Toren an strategischen Punkten: Zwei dieser Tore sind an den entgegengesetzten Enden der alten Häuserzeile noch zu erkennen, und das Museum liegt neben einem davon.

Der Besuch

Das Museum liegt im historischen Ortskern und ist zu Fuß erreichbar; die Sammlung wird von einem örtlichen Verein betreut, deshalb erkundigt man sich vor der Fahrt hinauf besser in der Gemeinde nach den Öffnungszeiten. Verwechseln Sie es nicht mit dem anderen Museum von Vaglio, dem Museo delle antiche genti di Lucania: Es steht im Pinienwald außerhalb des Ortes und behandelt etwas ganz anderes, nämlich die lukanische Siedlung Serra di Vaglio und das Heiligtum von Rossano.

Tipp der Redaktion

Gehen Sie beim Hinausgehen die alte Häuserzeile von einem Tor zum anderen ab: Sie liegen an den beiden entgegengesetzten Enden, der Weg dauert wenige Minuten und ist genau das Maß jenes Ortes, den Sie eben auf den Fotografien gesehen haben. Wer Zeit hat, steigt danach zum Pinienwald hinauf: Im Museo delle antiche genti di Lucania wird das Leonardo da Vinci zugeschriebene Porträt aufbewahrt, das 2008 wieder auftauchte, während fast alle Grabungsfunde im Museo archeologico nazionale della Basilicata in Potenza liegen.

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