Die Kirche Santi Sebastiano e Rocco in Cento ging aus einer testamentarischen Verfügung vom Anfang des 16. Jahrhunderts hervor, die die Gemeinde dazu brachte, eine Kultstätte für die beiden Heiligen zu bauen, die man gegen die damals weit verbreiteten Pestepidemien anrief. Mit der Kirche war auch eine Bruderschaft verbunden, die dort ihren Sitz hatte. Der Bau begann 1521 und wurde 1552 abgeschlossen. 1749 erhob eine Bulle von Papst Benedikt XIV. sie zur Pfarrei; später wurde sie Filialkirche der Pfarrei San Pietro.
Sehenswertes
Ab 1630 wurde der Kirchenraum erweitert, und die Kirche erhielt eine neue Vorhalle, die Fassade und den Glockenturm. 1738 wurde die Dachdeckung verstärkt und das Gewölbe des Schiffs erneuert; eine weitere Erweiterung folgte zwischen 1764 und 1770. Der Portikus wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts restauriert.
Von jenem Bau fehlt heute ein Teil. 1964 verursachten die Aushubarbeiten einer Baustelle in unmittelbarer Nähe einen enormen Schaden am Bau, und in der Folge mussten der Glockenturm und ein Teil der Fassade abgerissen werden. Zwischen 1978 und 1987 wurden die unversehrt gebliebenen Teile gesichert.
Der Besuch
Die Kirche wurde nach dem Zweiten Weltkrieg für den Gottesdienst geschlossen. Ob und wann man hinein kann, ist bei der Pfarrei San Pietro zu erfragen, zu der sie gehört.
Tipp der Redaktion
In der Kirche befand sich ein Gemälde mit dem heiligen Sebastian und dem heiligen Rochus, Ubaldo Gandolfi zugeschrieben, das später durch einen Brand zerstört wurde. 2019 wurde der Pfarrei eine Kopie davon geschenkt.




