⛪ Kirchen und Heiligtümer

basilica di Santa Lucia a Mare

📍 Napoli, Kampanien · 60/100

Lucia ist die Heilige, die die Augen schützt, und 1957 kam ein berühmter Pilger hierher, um zu ihr zu beten: Totò, der ein schweres Augenleiden hatte und nicht mehr arbeiten konnte. Nach Monaten der Behandlung stand er wieder vor der Kamera, und im Viertel kennt jeder die Geschichte. Die Kirche, die sie bewahrt, steht in dem Borgo, der dem meistgesungenen neapolitanischen Lied der Welt den Namen gab.

Sehenswertes

Der heutige Bau stammt aus dem neunzehnten Jahrhundert, nach der Bombardierung von 1943 nach dem früheren Grundriss wieder aufgebaut. Auf dem Hochaltar steht eine Statue der heiligen Lucia aus dem achtzehnten Jahrhundert, von Nicola Fumo gemeißelt, mit Palme und Schale, und vor diesem Bild bitten die Leute des Viertels für ihre Augen. Auf der Sängerempore hängt eine Rosenkranztafel des sechzehnten Jahrhunderts von Teodoro d'Errico.

Das Merkwürdigste sieht man nicht: Unter dem Fußboden liegt die alte Kirche. Als 1845 die Straße des Chiatamone im Niveau angehoben wurde, blieb der Bau des sechzehnten Jahrhunderts verschüttet, und darüber errichtete man diesen. Noch früher stand die Kirche am Strand und gehörte den Mönchen, deren Kloster auf dem Inselchen lag, wo heute das Castel dell'Ovo steht.

Der Besuch

Die Basilika liegt in der Via Santa Lucia, zwischen Uferstraße und Chiatamone, zehn Minuten von der Piazza del Plebiscito; Eintritt frei, mittags und während der Gottesdienste geschlossen. Zwanzig Minuten. Der dreizehnte Dezember ist Festtag, und die Kirche ist voll.

Tipp der Redaktion

Gehen Sie beim Hinausgehen hinunter zum Castel dell'Ovo und sehen Sie zurück: Sie merken, wie weit die Küstenlinie vorgeschoben wurde. Wo jetzt Straßen, Hotels und Restaurants sind, war Wasser, und diese Kirche hatte den Strand vor der Tür. Der Name ist ihr geblieben, auch wenn das Meer hundert Meter weit fortgezogen ist.

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