Der Hügel Pizzofalcone ist der Punkt, an dem Neapel begann: Hier gründeten die Griechen Parthenope, die älteste Siedlung, bevor die Stadt weiter nach Osten zog. Auf derselben Höhe begann man 1651 mit dem Bau dieser Kirche für ein Kloster, das Frauen aufnahm, die die Prostitution verlassen hatten, die sogenannten Bekehrten. Der Entwurf stammt von Cosimo Fanzago, dem Architekten, der dem neapolitanischen Barock seine Form gab.
Sehenswertes
Das Innere ist ein griechisches Kreuz mit kurzen Armen und sehr hoher Kuppel in der Mitte: ein einziger senkrechter Raum, ganz anders als die langschiffigen Kirchen, die es sonst überall in der Stadt gibt. Das Licht fällt aus dem Tambour auf den Boden, und die Wirkung ist die eines Schachts aus Helligkeit. Es ist eine der einfachsten und gelungensten Ideen des neapolitanischen Barocks, und man begreift sie in dreißig Sekunden, wenn man in der Mitte stehen bleibt.
Da sind die eingelegten Marmore der Altäre, typisch für die neapolitanischen Werkstätten des siebzehnten Jahrhunderts, und Leinwände einheimischer Maler; die Kuppel ist eines der erkennbaren Zeichen in der Silhouette des Hügels und aus der halben Stadt zu sehen. Die Kirche ist heute Pfarrkirche und im Viertel vor allem unter dem Titel der Immacolata bekannt.
Der Besuch
Die Kirche steht auf dem Hügel Pizzofalcone, zehn Minuten bergauf zu Fuß von der Piazza del Plebiscito oder wenige Schritte von der Militärschule Nunziatella; Eintritt frei, doch die Zeiten hängen an den Gottesdiensten, und man findet sie durchaus geschlossen. Zwanzig Minuten.
Tipp der Redaktion
Wenn Sie sie offen finden, stellen Sie sich genau unter die Kuppel und sehen Sie hinauf, ohne sich zu bewegen: Von dort begreift man, warum Fanzago das griechische Kreuz statt eines Schiffs wählte. Gehen Sie dann hinaus und die Straße weiter bis zum Belvedere: Sie stehen auf dem Hügel, auf dem die Stadt entstand, und unter Ihnen liegen der Hafen, das Castel dell'Ovo und der Golf.
