🖼️ Museen

Museo d'arte contemporanea Donnaregina

📍 Napoli, Kampanien · 64/100

Neapel eröffnete sein Museum für zeitgenössische Kunst 2005 im Palazzo Donnaregina, einem Gebäude des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts neben der gotischen Kirche Donnaregina, und rief den Portugiesen Álvaro Siza, es umzugestalten: weiße Wände, Licht von oben, große leere Räume, siebentausendzweihundert Quadratmeter, davon zweitausendsechshundert Ausstellungsfläche. Unter dem Boden der Kasse sieht man ein Stück der griechischen Mauern des fünften Jahrhunderts vor Christus: Das Museum der Gegenwart steht über der ältesten Stadt. Die Sammlung hatte eine bewegte Geschichte, zwischen Leitungswechseln, zurückgegebenen Leihgaben und Neuaufbau, doch die eigens für diese Räume geschaffenen Installationen sind nie gegangen.

Sehenswertes

Die ständigen Installationen im ersten Stock, bei Künstlern in Auftrag gegeben, damit sie an den Räumen selbst arbeiteten: der Saal von Francesco Clemente mit den Neapel gewidmeten Fresken, jener von Richard Serra, die Arbeiten von Jeff Koons, Rebecca Horn mit ihrem Schädelbrunnen, Anish Kapoor, Mimmo Paladino, Luciano Fabro. Es sind Werke, die nur hier existieren und nicht bewegt werden können: der Teil des Madre, den keine Krise abbauen konnte.

Dann die Sammlung, mit den großen Namen der italienischen und internationalen Kunst von der Nachkriegszeit bis heute, von Burri und Fontana bis zur Arte Povera, von Warhol und Rauschenberg bis Kiefer, Gursky, Cindy Sherman; und die Wechselausstellungen, der Grund wiederzukommen, oft Künstlern gewidmet, die mit Neapel zu tun hatten. Im dritten Stock die Terrasse mit dem Blick über die Dächer und Türme der Altstadt. Nebenan die gotische Kirche Santa Maria Donnaregina Vecchia mit den Fresken Pietro Cavallinis, die gesondert besichtigt wird und zum Schönsten Neapels gehört.

Der Besuch

Das Museum liegt in der Via Settembrini hinter dem Dom, zehn Minuten vom Hauptbahnhof, Metro Museo oder Cavour; eigenes Ticket, dienstags geschlossen, mit freiem Eintritt an bestimmten Tagen der Woche oder des Monats, zu prüfen. Zwei Stunden. Es gibt Buchladen, Café und Auditorium; das Viertel ringsum, San Lorenzo, ist voller Leben.

Tipp der Redaktion

Gehen Sie zuerst in den Saal Clementes und setzen Sie sich mitten hinein: Die Fresken laufen ringsum und wurden für diesen Raum und diese Stadt gemalt. Dann steigen Sie zur Kasse hinab und suchen das Glas im Boden: Darunter liegen die griechischen Mauern, und in zwanzig senkrechten Metern geht man vom fünften Jahrhundert vor Christus in die Gegenwart.

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