Weißes Mehl, gelbes Maismehl, Mandeln, Zucker, Butter, Eier und Zitronenschale, zu einem sandigen, kompakten Teig verknetet: die Sbrisolona wird nicht in Scheiben geschnitten, sondern mit der Hand in unregelmäßige Splitter gebrochen. Der Name kommt aus dem mantuanischen Dialektwort «brìsa», Krümel, und beschreibt genau ihre bröckelige Natur.
Die ärmere Version, die der Bauernhöfe, verwendete nur Maismehl, Schmalz und Haselnüsse statt Mandeln; die reichere Version, mit weißem Mehl, Butter und Mandeln, erreichte schon vor dem siebzehnten Jahrhundert die Tafel der Gonzaga, der Herren von Mantova.
Gegessen wird sie zu einem Glas Grappa oder einem Dessertwein wie Malvasia oder Vin Santo, auf dem Tisch gebrochen und von Hand zu Hand gereicht. Sie ist ein traditionelles Agrarlebensmittelprodukt der Lombardei, besonders verbunden mit der Provinz Mantova.
