Castel Savello liegt auf einer einzeln stehenden Anhöhe, dem Monte Savello, zu Füßen des Ortes Albano Laziale. Es war die Festung der Savelli, der Lehnsherren dieser Gegend, mit Blick über die ganze Küstenebene und im Rücken auf die Albaner Berge. Die Familie besaß das Gut seit dem 12. Jahrhundert und baute die Burg im 13. Jahrhundert, zur Zeit der Päpste Honorius III. und Honorius IV. 1435 wurde sie von den Truppen des Kardinals Vitelleschi, des Befehlshabers der Streitkräfte Papst Eugens IV., dem Erdboden gleichgemacht und nie wieder aufgebaut.
Sehenswertes
Es sind ansehnliche Ruinen geblieben. Im 18. Jahrhundert versuchte man, darauf eine neue Siedlung anzulegen. 1963 begann Giorgio Schanzer, die vielen Parzellen, in die der Gipfel des Hügels geteilt war, zu einem einzigen Besitz zu vereinen, und mit Eseln für den Materialtransport begann man, die Einstürze aufzuhalten und das Gelände um die Ruinen zu säubern.
Vom Hügel stammen einige Stücke des Stadtmuseums von Albano: eine Votivgabe aus zwei Tongefäßen, einer Fibel, Glaspasteperlen einer Kette und zwei Bronzebecken sowie der Kopf eines latinischen Kriegers aus farbig gefasster Terrakotta, der dem Schmuck eines Tempels zugeschrieben wird.
Der Besuch
Die Ruinen sind Privatbesitz: Der Zugang ist vor dem Aufbruch zu erfragen.
Tipp der Redaktion
Im Zweiten Weltkrieg, 1944, nutzten deutsche Truppen die Anhöhe als Beobachtungsposten, um das Feuer der schweren Geschütze gegen die bei Anzio gelandeten Alliierten zu lenken: Sie nutzten denselben Blick über die Küstenebene, den die Festung der Savelli hatte.



