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mausoleo di Cecilia Metella

📍 Roma, Latium · 74/100

Über Cecilia Metella weiß man fast nichts: sie war die Tochter des Quintus Caecilius Metellus Creticus und die Frau eines Crassus, vermutlich des Sohnes jenes Marcus Licinius Crassus, der im Jahr 71 vor Christus den von Spartacus geführten Sklavenaufstand niederschlug und im Jahr 60 mit Caesar und Pompeius das erste Triumvirat bildete. Das Grabmal, in die zweite Hälfte des ersten Jahrhunderts vor Christus datiert, wurde nicht erbaut, um von ihr zu erzählen: die Kriegsszenen neben der Inschrift zeigen, dass es das Ansehen der Familie weit mehr feiern sollte als das der Geehrten.

Sehenswertes

Die Trommel mit der Grabkammer misst gut dreißig Meter im Durchmesser und erreicht mit den Zinnen neununddreißig Meter; sie ist ganz mit Travertinblöcken verkleidet. Oben, über der Tafel mit der Inschrift, läuft ein Fries aus Blumengirlanden im Wechsel mit Bukranien, den Schädeln von Rindern: von ihnen kommt der Name, mit dem der Ort seit dem Mittelalter heißt, Capo di Bove. Die Zinnen sind nicht durchweg mittelalterlich, wie man meinen würde: sie waren schon im Travertinbau vorhanden und erinnerten an die alten Grabhügel, deren Umfang von Steinen bezeichnet war, und im Mittelalter wurden sie nur höher erneuert. Oben endete das Bauwerk wahrscheinlich in einer kleinen Kuppel, die es nicht mehr gibt: geblieben sind ein Ring aus Blöcken und der Name, mit dem man es im elften Jahrhundert beschrieb, monumentum peczutum, das spitze Monument.

Der Besuch

Zur Grabkammer gelangt man durch einen im Sockel ausgesparten Gang, und die Kammer nimmt die ganze Höhe des Baus ein. Die Ausstattung ist zerstreut, wie es bei einem so lange begangenen Ort nicht anders sein konnte: von einem in den Palazzo Farnese gebrachten Sarkophag hieß es, er sei der ihre, doch Antonio Nibby schrieb ihn plausibler der Annia Regilla zu, der Frau des Herodes Atticus, der im folgenden Jahrhundert hier weite Ländereien erworben hatte. Auch das Vorbild ist nicht gesichert: manche Forscher führen die Rundform auf die hellenistischen Mausoleen zurück, andere auf die etruskischen Tholoi.

Tipp der Redaktion

Schauen Sie auf die Mauer, die von der Trommel ausgeht und über die Via Appia setzt: dieser Ort war nie bloß ein Grab. Am Ende des dreizehnten Jahrhunderts befestigten die Caetani, die Familie Bonifaz' VIII., das Mausoleum und banden es in eine richtige Burg ein, mit weiteren Türmen, einem Dorf und einer großen Kirche für den heiligen Nikolaus von Bari, von der heute nur noch das Mauerwerk steht. Danach ging die Burg an die Savelli, die Orsini, die Colonna, die Cenci, und am Ende des achtzehnten Jahrhunderts, als die päpstlichen Kassen knapp waren, wurden die umliegenden Güter an die Torlonia verkauft.

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