Forte Michelangelo ist die große Festung, die den Hafen von Civitavecchia schützt. Sie wurde 1508 begonnen, als Papst Julius II. den Entwurf bei Donato Bramante in Auftrag gab, und 1537 unter Paul III. unter der Leitung von Antonio da Sangallo dem Jüngeren vollendet. Der Name geht auf eine örtliche Überlieferung ohne Belege zurück, nach der der Bergfried, der Hauptturm, von Michelangelo Buonarroti entworfen worden sein soll.
Sehenswertes
Die Festung ist ein Viereck von etwa hundert mal hundertzwanzig Metern mit vier Ecktürmen und einem achteckigen Bergfried. Am östlichen Turm ist eine Eiche eingemeißelt, das Zeichen aus dem Wappen von Julius II.: Sie markiert die Stelle, an der der Papst am 14. Dezember 1508 den Grundstein segnete und vermauerte. Die Bastionen heißen San Paolo im Südosten, San Pietro im Südwesten, San Romolo im Nordwesten und San Giulio im Nordosten, manche Texte nennen sie jedoch San Colombano, Santa Ferma, San Sebastiano und San Giovanni.
Das Fort entstand in der Zeit, in der der Hafen wieder aufblühte. Die Entdeckung von Alaun in den Tolfa-Bergen und die Notwendigkeit, das kostbare Mineral auszuführen, brachten die Päpste dazu, den Hafen zu erneuern, und sie beauftragten die bedeutendsten Architekten des päpstlichen Hofes, darunter Giovannino de' Dolci, Baccio Pontelli und Bramante. Zu den berühmten Besuchern gehörte auch Leonardo da Vinci, der die noch erhaltenen römischen Bauten studierte und zeichnete.
Der Besuch
Das Fort beherrscht das Becken des historischen Hafens. Zugang und Besichtigung des Inneren sind vorher zu klären.
Tipp der Redaktion
Am 9. Februar 1849, bei der Ausrufung der Römischen Republik, hisste die Stadt die Trikolore auf eben diesem Forte Michelangelo.


