Der Ponte Gregoriano überquert in Tivoli den Aniene und ist nach Papst Gregor XVI. benannt, der ihn bauen ließ. Der Papst weihte ihn am 24. Mai 1835 ein, nach knapp zwei Jahren Bauzeit, die 1834 begonnen hatte.
Sehenswertes
Die Brücke ist eine Folge der verheerenden Hochwasser des Aniene, die Tivoli im Lauf seiner Geschichte erlebte, besonders Anfang des 19. Jahrhunderts. 1826 richtete der Fluss schwere Schäden im Ort an; 1832 beschloss Gregor XVI., den Wasserlauf zu kanalisieren, und beauftragte den Architekten Clemente Folchi mit dem Traforo Gregoriano, einem unter dem Monte Catillo gegrabenen Kanal, der das Wasser umleitete, das in heftigen Kaskaden am Fuß der Stadt herabstürzte. Über dem Fluss wurde diese Brücke gebaut.
Im Mai 1944 sprengten die deutschen Truppen sie beim Rückzug aus der Stadt, um den Zugang zum anderen Ufer zu sperren und den Vormarsch der Alliierten zu behindern. Sie wurde sehr schnell, noch im selben Jahr, wieder aufgebaut. Der lange unterbrochene Wasserlauf des Aniene unter der Brücke ist in den letzten Jahren teilweise wiederhergestellt worden.
Der Besuch
Die Brücke überquert den Aniene in Tivoli. Die Quellen sagen nichts über die Begehbarkeit zu Fuß: Sie ist vor Ort zu prüfen.
Tipp der Redaktion
Zusammen mit dem Traforo entstand die Villa Gregoriana, die die durch die Umleitung des Flusses entstandenen neuen Wasserfälle aufnehmen sollte: Brücke, Kanal und Villa gehören zum selben Vorhaben, das Gregor XVI. nach dem Hochwasser von 1826 beschloss.


