🌋 Natur und Aussichten

Villa Gregoriana

📍 Tivoli, Latium · 58/100

Dieser Park entstand aus einem Werk der Wasserbaukunst. Der Aniene überschwemmte Tivoli ständig, und nach einer verheerenden Flut ließ der Papst zwei Stollen in den Berg treiben, um den Fluss umzuleiten: Das Wasser trat auf der anderen Seite aus und bildete einen hundertzwanzig Meter hohen Wasserfall, und das trockengefallene alte Flussbett wurde 1835 in einen Garten verwandelt.

Sehenswertes

Man steigt über Pfade und Treppen in die Schlucht hinab, wobei sich die Vegetation ändert und die Hitze des Vorplatzes der Feuchte der Sohle weicht. Unten liegen die vom Wasser ausgewaschenen Höhlen, jene des Neptun und jene der Sirenen, und die Punkte, von denen man den großen Wasserfall aus verschiedenen Höhen sieht.

Auf dem gegenüberliegenden Grat stehen die beiden römischen Tempel, der runde und der rechteckige, die die Reisenden der Grand Tour tausendfach gemalt haben. Der Park lag im zwanzigsten Jahrhundert jahrzehntelang brach, wurde dann restauriert und 2005 wiedereröffnet: Die Wege sind die historischen, wieder sicher gemacht.

Der Besuch

Der Eingang liegt in Tivoli, am Largo Sant'Angelo, vierzig Minuten von Rom mit Zug oder Bus; Eintritt gegen Gebühr, saisonal geöffnet, im Winter geschlossen. Zwei Stunden. Der Weg geht ständig auf und ab, festes Schuhwerk ist nötig.

Tipp der Redaktion

Steigen Sie ganz auf den Grund der Schlucht hinab, auch wenn der Rückweg abschreckt: Dort begreift man, was hier geschah, denn man steht im Canyon, die Wände über dem Kopf und das Wasser dröhnend. Und denken Sie daran, dass diese so natürlich wirkende Landschaft das Ergebnis einer Entscheidung am Schreibtisch ist, damit die Stadt nicht mehr überschwemmt würde.

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