Die Pfarrkirche von Fontanarossa entstand zwischen dem Ende des 17. und dem Beginn des 18. Jahrhunderts, höchstwahrscheinlich auf Betreiben der Doria, die diesen Ortsteil seit dem 16. Jahrhundert als Lehen hielten. Von außen ist sie eine Bergkirche wie viele andere; worauf es ankommt, liegt unter den Füßen.
Sehenswertes
Der Boden ist ein Mosaik aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, geteilt in neunundzwanzig Felder mit den Symbolen der Passion Christi und der heiligen Messe. In der Mitte steht, ebenfalls als Mosaik, das Wappen der Doria: So hat die Familie das Werk gezeichnet, ohne eine Inschrift zu brauchen.
Der Besuch
Die Kirche ist Pfarrsitz von Fontanarossa und gehört zum Bistum Piacenza-Bobbio, nicht zu Genua: Dieses Tal hat jahrhundertelang eher nach Bobbio geschaut als zur Küste. Drei weitere Bauten in den Weilern hängen von der Pfarrei ab — die romanische Kirche Santo Stefano beim Friedhof, das Oratorium Nostra Signora della Guardia in Borgo und jenes von Nostra Signora dei Miracoli in Bosco.
Tipp der Redaktion
Schauen Sie auf den Boden, bevor Sie die Altäre ansehen, und zählen Sie die Felder: Es ist der einzige Ort im Tal, an dem man die Passion im Gehen liest. Steigen Sie danach zu Santo Stefano hinauf, wenige Minuten entfernt und sehr viel älter.
