Man nennt sie «la saracena», die Sarazenische. Es ist eine romanische Kirche, die den Untersuchungen nach im Mittelalter entstand, als Fontanarossa den Malaspina zu Lehen gehörte, und sie steht abseits, beim Friedhof des Weilers.
Sehenswertes
Ein kleiner, alter Bau von der Art, wie man sie in diesen Tälern errichtete, bevor der Barock kam und alles erneuerte. Ihr Wert liegt darin, geblieben zu sein, wie sie war: Als die Gemeinschaft zum Zentrum von Fontanarossa hinunterzog und die neue Pfarrkirche der Addolorata baute, verlor Santo Stefano ihre Rolle — und mit der Rolle auch die Gründe, modernisiert zu werden.
Der Besuch
Ein Register des Bistums Tortona nennt sie schon 1523: Die Eccl. S. Stephani de Fontana Rubea stand damals unter dem Kuraten Stephanum Campis. Noch früher gehörte sie zur Pieve San Giovanni Evangelista in Rovegno, der Mutterkirche dieses ganzen Talabschnitts. Vom Ortskern des Weilers geht man wenige Minuten.
Tipp der Redaktion
Der Abstecher lohnt vor allem, wenn Sie die Addolorata schon gesehen haben: Die beiden Kirchen liegen nah beieinander und erzählen zwei Momente derselben Gemeinschaft, die oben lebte und die hinunterzog.
