Gorreto

Provinz: Genua · Region: Ligurien · Einwohner: 107 · PLZ: 16020

Von hier zog das genuesische Salz die Trebbia hinauf Richtung Piacenza und Lombardei, und die Centurione, ab 1640 Herren des Ortes, bauten Lagerhäuser, einen Palazzo an der Piazza und eine Mauer um das Dorf. Der Palazzo steht noch.

Gorreto hat 107 Einwohner am Zusammenfluss von Dorbera und Trebbia, dort wo Ligurien an das Piemont und die Emilia stößt. Am 19. September 1953 lief der Fluss ins Dorf, stellenweise stand das Wasser fünf Meter hoch; der Name soll von den Weiden am Ufer kommen.

Kurioses über Gorreto

Patron ist der heilige Firmus; die Gemeindequellen nennen kein Datum für das Fest. Die Pfarrkirche ist der heiligen Katharina von Siena geweiht, die die Centurione als ihre Schutzheilige ansahen: Kirche und Pfarrei widmeten sie ihr 1641, geweiht wurde die Kirche jedoch erst 1786, durch den Erzbischof von Genua Giovanni Lercari.

Gorreto war piacentinisch, pavesisch und schließlich genuesisch: 1819 kam es zum Mandament Ottone in der Provinz Bobbio, ab 1859 zum Bezirk Bobbio in der Provinz Pavia, und erst mit dem königlichen Dekret vom 8. Juli 1923 gelangte es zur Provinz Genua. Am 17. Juli 1908 zerstörte ein Wolkenbruch die Staatsstraße und die Brücke; das Wasser, das sich an der steinernen Brücke flussaufwärts staute, ergoss sich über den Ort und überflutete Häuser, Läden und Ställe.

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