Im Jahr 1802 begrub ein Erdrutsch einen guten Teil dieses Dorfes und forderte Schäden und Tote. Villa Guardia richtete sich wieder auf und blieb noch ein Jahrhundert und ein Viertel lang eigene Gemeinde: Aufgehoben wurde sie erst 1928 und Pontedassio zugeschlagen. Heute leben hier gut dreihundert Menschen.
Sehenswertes
Ein Dorf im Hinterland von Imperia, das die Geschicke der Nachbarorte teilte: Über die Jahrhunderte gehörte es zu den Herrschaften der Markgrafschaft Monferrato, der Republik Genua und des Herzogtums Savoyen. Mit Napoleon kam es erst zur Ligurischen Republik und dann, ab 1805, unmittelbar in das französische Departement Montenotte.
Im Jahr 1804, mitten in der napoleonischen Neuordnung, wurde ihm die Gemeinde Sarola angegliedert, die jedoch wenige Jahre später wieder selbständig wurde. Dann gab der Wiener Kongress es dem Königreich Sardinien zurück, von wo es an das Königreich Italien überging. Ein Jahrhundert wechselnder Fahnen, und mittendrin der Erdrutsch.
Der Besuch
Villa Guardia ist ein Ortsteil von Pontedassio, im Impero-Tal hinter Imperia; man geht frei durch die Gassen des Dorfes, ohne Karte und ohne Zeiten. Eine halbe Stunde.
Tipp der Redaktion
Heben Sie die Augen zu den Hängen über dem Dorf und suchen Sie die fasce, die von Trockenmauern gestützten Terrassen. Sie waren das Einzige, was diese Erde hielt: Jede Mauer hält den Boden, jede Terrasse bremst das Wasser. Wo man sie aufgab, hat der Hang wieder zu wandern begonnen, und darum sind Erdrutsche in Ligurien keine Erinnerung an das neunzehnte Jahrhundert.
